Aktuelle Projekte

Sicherung und Archivierung des Nachlasses von Dr. Rainer Zacharias

Lebenslang hatte der 2023 im 89. Lebensjahr verstorbene Historiker und Theologe Dr. Rainer Zacharias seine Forschungen der Burg und der Stadt Marienburg gewidmet. Aufgrund der hohen Bedeutung, die seiner Bibliothek, der Bildersammlung sowie den Skripten und Skizzen für die zukünftige Erforschung Westpreußens zukommt, haben Vertreter der „Kulturstiftung Westpreußen“ den Nachlass gesichert und mit dem „Westpreußischen Landesmuseum“ vereinbart, dass es diese Materialien vollständig übernimmt, systematisch erschließt und späterhin der Wissenschaft verfügbar macht. 

Ein Schatz zukünftiger Westpreußen-Forschung

Der Nachlass von Dr. Rainer Zacharias ist gesichert worden

Lebenslang hatte der im Oktober 2023 verstorbene Historiker und Theologe Dr. Rainer Zacharias seine Forschungen der Burg und der Stadt Marienburg gewidmet. Mit seinem „Neuen Marienburger Heimatbuch“, das 1967 in Herford erschienen ist, sowie mit dem im Jahr 1982 (gemeinsam mit Helmut Buchecker) herausgegebenen Album „Marienburg – Stadt und Schloss in alten Ansichten“ war das Terrain abgesteckt, das er jahrzehntelang unter vielfältigen Perspektiven und in hoher Differenzierung erschlossen hat: als Mitarbeiter der „Marienburger Zeitung“, die seine Artikel zur Stadt- und Schlossgeschichte publizierte, als Verfasser von zahlreichen Aufsätzen und Rezensionen für fachwissenschaftliche historische Zeitschriften und nicht zuletzt als Autor von profunden Beiträgen, die er regelmäßig – und bis in sein letztes Lebensjahr hinein – im „Westpreußen-Jahrbuch“ veröffentlichte. 

An seinem Lebensabend war es Rainer Zacharias vergönnt, zu zwei Brennpunkten seines Œuvres noch jeweils eine profunde Monographie veröffentlichen zu können, und zwar zum einen 2019 die umfangreiche Publikation: „Evangelische Kirchengeschichte für die Stadt Marienburg und ihre beiden Werdergebiete an Nogat und Weichsel 1526 bis 1945. Entwicklungsstufen einer Glaubenslandschaft“ und zum anderen 2023 das Buch „Botschaften der Marienburg. Neue Blicke auf die Burg des Deutschen Ordens“, in dem er noch die Summe aus seinen mannigfachen Studien zur Baugeschichte der Marienburg zu ziehen vermochte.

Dieser bis in die letzten Lebenstage hinein aktive und ideenreiche Forscher hatte nicht nur eine umfangreiche Spezialbibliothek zusammengetragen, sondern verfügte auch über eine große Sammlung von Bildmaterialien – von wertvollen Stichen bis zu Fotodokumentationen – und hatte vor allem ein umfangreiches Archiv mit Notizen zu einzelnen Projekten sowie mit konzeptionellen Skizzen geplanter Aufsätze. 

Aufgrund der hohen Bedeutung, die diesen Beständen für die zukünftige Erforschung Westpreußens zukommt, haben Vertreter der „Kulturstiftung Westpreußen“ mit den Erben vereinbart, dass der Nachlass zunächst gesichert, typologisch geordnet und einlagert wird. In einem zweiten Schritt konnte nach dieser Sichtung mit dem „Westpreußischen Landesmuseum“ vereinbart werden, dass es die Unterlagen vollständig übernimmt, systematisch erschließt und späterhin der Forschung verfügbar macht. Diese Sicherung des Zacharias-Nachlasses ist zu einem vorläufigen Abschluss gekommen: In 33 voluminösen Transportkisten ist der gesamte Bestand Anfang März 2026 im Außenlager des Museums in Warendorf eingetroffen und dort fachgerecht eingelagert worden.


Erschließung des „Truso-Archivs“

In enger Kooperation mit dem „Förderkreis Westpreußen“, dem Rechtsnachfolger der (Elbinger) „Truso-Vereinigung“, beteiligt sich die Kulturstiftung Westpreußen an der Aufarbeitung, Erschließung und Digitalisierung des „Truso-Archivs“, das sich gegenwärtig als Depositum noch im „Historischen Museum Bremerhaven“ befindet.

Über die einzelnen Phasen und die Fortschritte des Projekts wird an dieser Stelle berichtet werden.